DSLR Objektive
Wenn man eine digitale Spiegelreflexkamera besitzt, stellt sich die Frage nach den Zusatzobjektiven. Dabei sollte man zuerst beachten, welches Sensorformat die Kamera hat. Hat die Kamera einen Vollformatsensor, das entspricht dem ehemaligen Kleinbildformat 24 mm * 36 mm, so benötige ich andere Objektive wie bei einer Kamera mit einem DX-Sensor. Objektive für DX-Sensor können nicht an Kameras mit Vollformatsensor verwendet werden. Objektive für Vollformatkameras können aber sehr wohl an Kameras mit DX-Sensor verwendet werden. In diesem Falle muss der Cropfaktor (Verlängerungsfaktor) des Objektives beachtet werden. Der Cropfaktor liegt bei ca. 1,6. Das bedeutet eine Festbrennweite von 50 mm wird dann zur Festbrennweite von 80 mm, also einem leichten Teleobjektiv.
Die erste Frage ist, die man sich vor dem Kauf eines Objektivs stellen sollte, ist ob man nur die Originalobjektive des Kameraherstellers verwenden will, oder ob auch Objektive von Fremdherstellern benutzt werden sollen. Dabei sollte man zu beachten, dass im Test die Objektive des Kameraherstellers immer teurer sind wie Fremdobjektive. Vor dem Kauf stellt sich neben der Kostenfrage stellt sich auch die Frage nach dem Einsatzzweck des Objektives. Vom Einsatzzweck hängen zum Beispiel die Brennweite und die Lichtstärke ab. Welche Brennweite benötige ich und Festbrennweite oder Zoomobjektiv?
Für Reisefotografie, Portraitfotografie und Landschaftsfotografie bei normalen Lichtverhältnissen sind Zoomobjektive gut geeignet. Ideal sind Zomobjektive mit einer Brennweite von 18 mm - 80 mm bezogen auf das DX-Format. Sie decken den leichten Weitwinkelbereich bis zum leichten Telebereich ab und haben noch eine recht gute Lichtstärke. Sie gehören meist zur Standardausstattung der Kameras. Wer ungern Objektive wechselt und einen größeren Bereich abdecken will, kann zu einem Objektiv 18 mm - 270 mm (zb zum Test Tamron 18-270mm) oder sogar 18 mm - 300 mm greifen. Diese Objektive sind schwerer, größer und haben eine geringere Lichtstärke. Auf Grund der Größe und der geringeren Lichtstärke sollten die Objektive aber mit einem Bildstabilisator ausgestattet sein. Wer gerne in engen Räumen oder in engen Gassen fotografiert kann auch zu einem Weitwinkelzoomobjektiv von zum Beispiel 10 mm - 24 mm greifen. Da diese Objektive optisch sehr genau gearbeitet werden müssen, sind sie im Vergleich zu einem Telezoomobjektiv teurer.
Wer mit 3 Zoomobjektiven, Weitwinkel-, Standard- und Telezomm, reisen möchte, sollte darauf achten, dass die Zoomobjektive überlappende Brennweiten haben. Also zum Beispiel 10 mm - 24 mm, 18 mm - 80 mm und 70 mm - 300 mm. Dadurch ist man sicher, dass kein Teil des Bildes verloren geht, wenn man sogenannte "Kamerafahrten" aus dem Weitwinkelbereich in den extremen Telebereich macht.
Festbrennweiten werden heute nur noch eingesetzt, wenn zum Beispiel extrem hohe Lichtstärken benötigt werden oder bei Makroobjektiven. Wer preiswert an ein Objektiv mit grosser Lichtstärke kommen möchte, kann bei einer Kamera mit DX-Sensor auf eine Festbrennweite aus dem Kleinbildformat zurückgreifen.